Nachhaltige Niederschlagsbewirtschaftung: Wie Gemeinden dem Klimawandel trotzen

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Titelbild Niederschlagsbewirtschaftungskonzept NBK fuer nachhaltige Wasserwirtschaft

Der Klimawandel ist längst im Bewusstsein unserer Gemeinden angekommen und stellt die Wasserwirtschaft vor extreme Herausforderungen.

Die oftmals langdauernden Trockenperioden machen der Landwirtschaft, der Natur und der Wasserwirtschaft gleichermaßen zu schaffen. Aber auch die extremen, oft nur kleinräumig auftretenden Starkregenereignisse sind für die bestehende Infrastruktur nur schwer zu bewältigen.

Angesichts der fortschreitenden Siedlungsentwicklung stehen Städte und Kommunen vor einer drängenden Frage:

Wie gehen wir in Zukunft mit dem kostbaren, aber potenziell gefährlichen Niederschlagswasser um?

Die Antwort liegt in einer vorausschauenden Raumplanung.

Eine geordnete und nachhaltige Niederschlagswasserbewirtschaftung muss möglichst frühzeitig in der Raumplanung im Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) sowie im Flächenwidmungsplan und Bebauungsplan ansetzen.

Die Ziele sind klar:

  • Den natürlichen Wasserkreislauf durch gezielten Rückhalt und Versickerung aufrechtzuerhalten,
  • das Wasser vielfältig zu nutzen und
  • Schäden durch Starkregen effektiv zu minimieren.

Hier kommen so genannte Niederschlagswasserbewirtschaftungskonzepte (NBK) ins Spiel. Sie bieten Gemeinden einen klaren strategischen Leitfaden und werden durch die aktuelle Leitlinie „Empfehlungen zur angepassten Niederschlagswasserbewirtschaftung“ des Landes Steiermark aktiv unterstützt.

Grafik Niederschlagsbewirtschaftungskonzept

Das Niederschlagsbewirtschaftungskonzept (NBK) in der Praxis:

In 3 Schritten zum resilienten Wassermanagement

Ein Niederschlagswasserbewirtschaftungskonzept (NBK) wird ohne starre, übermäßig aufwendige Modellierungen erstellt. Stattdessen basiert es auf vorhandenen Daten und einer pragmatischen, ganzheitlichen Betrachtung der Gemeinde. Ein bewährtes Vorgehen gliedert sich in drei Kernphasen:

1. Bestandsaufnahme & Gefahrenanalyse

Zunächst werden alle bestehenden und zukünftig erforderlichen Entwässerungsanlagen lückenlos erhoben. Parallel dazu werden Gefährdungen durch Oberflächenabfluss sowie andere Naturgefahren (wie Hangrutschungen oder urbane Hitzeinseln) planerisch und übersichtlich dargestellt.

2. Zieldefinition & Lösungsansätze

Auf Basis der gesammelten Daten werden konkrete, maßgeschneiderte Lösungsansätze für das gesamte Gemeindegebiet entwickelt. Im Vordergrund steht ein naturnaher Wasserhaushalt (ganz im Sinne des modernen Schwammstadt-Prinzips) bei dem Regenwasser dort gespeichert wird, wo es fällt.

3. Der konkrete Maßnahmenkatalog

Die Ergebnisse münden in einem verbindlichen Maßnahmenkatalog. Dieser dient der Gemeinde als strategisches Werkzeug, um Gefährdungen strukturiert abzuarbeiten und die Infrastruktur Schritt für Schritt klimafit zu machen.

Unser Experten-Tipp: Obwohl aufwendige hydraulische Modellierungen für ein NBK nicht zwingend vorgeschrieben sind, empfehlen wir sie in der Praxis ausdrücklich. Sie erhöhen die Aussagekraft der Gefahrenzonen drastisch und bieten maximale Planungssicherheit für zukünftige Investitionen.

Kosten und Förderung: Ein Konzept, das sich sofort bezahlt macht

Viele Kommunen scheuen die Planungskosten für neue Konzepte. Beim NBK zeigt sich jedoch, dass Vorsorge erstaunlich wirtschaftlich ist, nicht zuletzt dank einer äußerst attraktiven Förderlandschaft in der Steiermark.

  • Förderhöhe des Landes Steiermark: Bis zu 80% der Gesamtbau- bzw. Planungskosten
  • Maximaler Förderbetrag: € 8.000,- pro Konzept
  • Voruassetzungen für die Förderung: Das Konzept muss alle Siedlungsbereiche der jeweiligen Gemeinde umfassen.
  • Zusätzliche Hebel: Das fertige NBK ist die zwingende Grundvoraussetzung, um künftig überhaupt Landesförderungen für die konkrete Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Oberflächenentwässerung lukrieren zu können.

Wenn Sie noch mehr über Förderungen im Siedlungswasserbau erfahren möchten, könnte Sie unser Artikel zum Thema interessieren: Förderungen im Siedlungswasserbau: Neue Förderungsrichtlinien seit Oktober 2021 (Stand 02/2026)

Gemeinsam machen wir Ihre Gemeinde klimafit

Die Erstellung eines Niederschlagswasserbewirtschaftungskonzeptes ist der Grundstein für eine sichere und lebenswerte Gemeinde von morgen.

Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Kulturtechnik und Wasserwirtschaft begleiten wir Sie von der ersten Datenerhebung bis zum fertigen Maßnahmenkatalog.

Unsere Experten stehen Ihnen für alle Fragen rund um die Leitlinien des Landes Steiermark und die Beantragung von Fördermitteln gerne zur Verfügung.

Wir von Mach & Partner haben über 30 Jahre Erfahrung im Bereich Wasserwirtschaft und Kulturtechnik.

Für Rückfragen steht Ihnen Herr DI Thomas Mach gerne jederzeit zur Verfügung.

 

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